KUNST ZUR FABEL

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Die Leitung der in Hainichen aktiven Kulturbundeinrichtung »Galerie 926« richtete sich 1984 mit einem Rundschreiben an ausgewählte Künstler, um sie für eine Ausstellung »in Zusammenhang mit der Gründung einer Fabel-Grafik-Sammlung in unserem im Aufbau befindlichen Gellert-Museum« zu gewinnen. »Sinn dieser Ausstellung soll neben einem möglichst umfassenden Überblick über dieses interessante Genre auch sein, Betrieben und Institutionen unserer Stadt die Möglichkeit zu geben, durch Ankäufe den bereits vorhandenen Bestand der Sammlung zu erweitern.« Tatsächlich beteiligten sich 15 Künstler an der Präsentation, die mit einem Faltblatt dokumentiert wurde. Nahezu alle Arbeiten konnten durch Betriebe des Hainichener Kreisgebietes für das Museum erworben werden.

Daraufhin entschlossen sich der Rat des Kreises Hainichen und der FDGB-Kreisvorstand (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) für die Erweiterung der Sammlung Planungssicherheit zu schaffen und veranlassten die Betriebe, sich zu verpflichten, einen jährlichen Betrag für Kunstankäufe zur Verfügung zu stellen. Nicht zuletzt hatte das Engagement der Kulturabteilung des Rates des Kreises und des Hainichener Bürgermeisters zum Erfolg beigetragen. So ließ sich mit fachlicher Beratung durch Karl Fischer und Günter Hofmann der Bestand bis 1990 kontinuierlich, meist durch Vergabe von Künstler-Aufträgen, ausbauen.

Inzwischen verfügt das Museum über zumeist grafische Werke, auch Vorstudien, Buchvorlagen und wenige Plastiken von etwa 70 Künstlern. Ergänzend dazu finden sich in der Gellertbibliothek zahlreiche, teils originalgrafische sowie einige fremdsprachige Fabelbücher.

Seit der Museumseröffnung 1985 war eine ständige Fabelausstellung im Erdgeschoss eingerichtet worden, ein vornehmlich aus konservatorischen Gründen nicht tragfähiges Konzept. Seit 1992 finden in diesen Räumlichkeiten jährlich drei Sonderausstellungen vorwiegend zeitgenössischer Kunst statt, die dem Haus zu verstärkter Akzeptanz verholfen haben.
Die Fabelsammlung wurde in loser Folge themenspezifisch gesichtet und teilweise als Wanderausstellung konzipiert. Seit 2005 vermittelt die Dauerausstellung auch einen Überblick zur Fabelgeschichte, ergänzt von zweimal jährlich wechselnden Präsentationen, die sich variabel verschiedensten Aspekten dieses Genres zuwenden.

* Die Sichtung der Sammlung ist auf Anmeldung möglich. Dafür steht ein Besucherraum zur Verfügung. Praktikantenthemen erfragen Sie bitte per E-mail.